Donnerstag, 7. Juni 2012

[Blogger - Tipp] - DIY Lichtzelt für kleines Geld

Hallo ihr Lieben,

gestern habe ich euch meine persönlichen Tipps für gute Blog- oder Produktfotos gezeigt und unter anderem die perfekte Ausleuchtung mit Hilfe eines Lichtzeltes kurz erklärt.

Diese Lichzelte gibt es in (meist) genormter Größe wie gesagt im Handel zu kaufen, doch sind sie für meine Zwecke bzw. meine gerne auch mal etwas überdimensionierten Projekte schlicht zu klein.
Genauso kann ich mir vorstellen, dass solches Zelt für manche unter euch schlicht zu platzraubend ist.

Deshalb habe ich nun die ultimative(?) DIY- Lichtzeltidee für kleines Geld für euch, mit der ich seit einiger Zeit arbeite und wirklich zufrieden bin.



Material:
  • Karton in Wunschgröße 
  • Transparent-Papier (alternativ einfaches Butterbrotpapier)
  • doppelseitiges Klebeband
  • Cutter oder Schere
  • weißes Papier
  • 2 Lichtquellen

Schritt 1:


Sucht euch einen sehr stabilen Karton in der gewünschten Größe aus.
Für Produktfotos im Beautybereich (Lacke, Eyeshadows etc.) reichen kleine und platzsparende Kartons locker aus. Mein Karton diente ursprünglich als Verapckung für einen Schreibtischstuhl und ist dementsprechend alles andere als platzsparend.

Schneidet in einem ersten Schritt die Verschlusslaschen eures Kartons mit dem Cutter oder einer Schere sauber ab.



Schritt 2:


Legt den Karton mit seiner Öffnung nach vorne auf eine seiner Seiten. Aus der rechten und linken Wand schneidet ihr nun ein Quadrat so aus, dass ein stabiler Rand stehen bleibt.
Mittels doppelseitigem Klebeband klebt ihr nun Transparent- oder Butterbrotpapier über die entstandene Öffnung.

Das Papier dient nun dazu, das Licht indirekt auf eure Fotoobjekte fallen zu lassen und sie so gleichmäßig auszuleuchten.


Schritt 3:

Im letzten Schritt schafft ihr wieder einen neutralen und kantenfreien Hintergrund mittels einer Hohlkehle.
Da mein Karton das Maß gängiger Papiere um ein Vielfaches überschritten hat, habe ich als Hintergrund einfach die Rückseite von normalem Geschenkpapier genommen.
So konnte ich die komplette Box umfassend verkleiden, ohne Bruchkanten durch das Anlegen neuer Papierstücke zu haben.
Geschenkpapier hat abgesehen davon den Vorteil, dass es in der Masse relativ günstig ist, man so den eventuell verschmutzten Hintergrund komplett identisch jederzeit und immer immer immer wieder austauschen kann.


Bevor ihr die Box endlich in Betrieb nehmen könnt, müsst ihr noch zwei Lichtquellen auf beiden Seiten positionieren.
Hierbei ist es wichtig, dass beide Quellen auf derselben Höhe stehen und der Lichteinfall somit exakt gegeneinander gerichtet ist, da sonst die Neutralisierung der Schatten nicht funktionieren kann.

Welche Lichtquellen sind geeignet?
Im grunde könnt ihr jede verfügbare Lichtquelle von der Schreibtischlampe bis zum Baustrahler oder Studioblitz benutzen.
In meiner Version liefern zwei Schreibtischleuchten von IKEA das nötige Licht.
Je heller die Lichtquelle ist, desto exakter wird das Bild natürlich ausgeleuchtet.

Solltet ihr keine genormten Lichtquellen (Studioblitz) benutzen, müsst ihr vor dem Fotografieren einen Weißabgleich an eurer Kamera vornehmen oder bei kleinere Digicams einfach im Menü die Beleuchtung auf "Kunstlicht" einstellen.




Was hat der Spaß gekostet?
Eingangs habe ich die Idee als "günstig" angepriesen und das ist sie tatsächlich.

  • Den Karton gab es gratis auf dem Dachboden. Je nach gewünschter Größe habt ihr sicher noch Versand- oder Schuhkartons zu Hause. Für größere Dimensionen eignen sich auch Umzugskartons (ca. 1,00-1,50€) bestens.

  • Eine Rolle Transparent-Papier kostet in meinem Schreibwarenladen ca. 1,30€, Geschenkpapier gibt es ab 1,50€ z.B. bei dm.

  • Die Lichtquellen stammen wie gesagt von IKEA ( LAGRA) und haben pro Stück 4,99€ gekostet.

Die Gesamtkosten dieser individuellen Fotobox belaufen sich also im Extremfall alles kaufen zu müssen auf ca. 13-15€.


Wer ohne zu basteln trotzdem günstiger wegkommen möchte, dem sei die Aufbewahrungsbox "SAMLA" für 0,79€ - 12€ je nach Größe empfohlen.
Einfach eine Hohlkehle aus Papier einbauen, von außen anstrahlen und fertig die "DIY-ohne-basteln- Fotobox"



Wie fotografiert ihr derzeit?
Habt ihr eine professionelle Fotobox, improvisiert ihr mit Hohlkehle an der Wand oder ist es euch total egal?

Hat jemand von euch vielleicht sogar noch weitere Ideen, wie man ein Lichtzelt selbermachen kann?

Ich bin gespannt und hoffe, ich konnt euch mit dieser Idee helfen.

Viele Grüße



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