Mittwoch, 20. Januar 2016

[All about the books] - Krimizeit mit Tessa Korber

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Nachdem ich mich zuletzt relativ erfolgreich an das Genre "Krimi" gewagt habe und von "Schatten der Schuld" sehr begeistert war (Rezension), landete ein nächstes Exemplar auf meinem Nachttisch und brachte mich um den Schlaf....


Okay, ganz so dramatisch war es nicht, trotzdem möchte ich euch heute ein wenig über Tessa Korber und ihren Roman "Zum Sterben schön" erzählen.




Autor: Tessa Korber
Verlag: btb
Seiten: 278
ISBN: 978-3-442-74725-2




Worum geht es?
In Nürnberg treibt ein Frauenmörder sein Unwesen. Junge Floristinnen werden reihenweise zu seinen Opfern. Doch er tötet sie nicht einfach, er richtet sie mühevoll her, schmückt sie mit Blumen und Pflanzen. Morbide und schön zugleich.
Tante Hedwig reicht es mittlerweile endgültig. Die Familie, das Haus und das familieneigene Bestattungsinstitut wachsen ihr über den Kopf, sie packt ihre Koffer und lässt Mann Wolfgang und Neffen Viktor allein und fährt in Kur.
Derweil bricht das Chaos aus, Wolfgang jagt einem dreisten Urnendieb hinterher und wird von der so erfolgreich verdrängten Vergangenheit eingeholt, während Viktor zum Detektiv mutiert und zusammen mit seiner Freundin Miriam dem Killer auf der Spur ist.
Ohne zu ahnen, dass dieser mit Miriam bereits sein nächstes Opfer im Visir hat.



Rezension:
Als bekennender Fan der Taunuskrimis von Nele Neuhaus tue ich mich ja gerne schwer mit diesem Genre. Anhand des Klappentextes und des Covers erwartete ich etwas ähnliches. Einen regionalen Krimi, der Spannung verspricht ohne zu blutrünstig zu sein. Ein "Tatort zum Lesen" wie ich es so gerne nenne.

Mit seinen knapp 280 Seiten ist "zum Sterben schön" kein Wälzer und dem entsprechend konnte man ausgefeilte Spannungskurven und detailreiche Wendungen natürlich nicht erwarten, aber das schadet dem Roman von Tessa Korber in keinster Weise.
Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass Viktor Anders sich nicht das erste Mal an polizeilichen Ermittlungen beteiligt. Das Buch ist also ein zweiter Teil, doch auch wenn man wie ich Teil 1 noch nicht gelesen hat, tut dies der allgemeinen Spannung und Qualität des Buches keinen Abbruch. Schnell findet man hinein, nähert sich den Charakteren an und versteht Zusammenhänge. 
Tessa Korber schreibt locker und zugänglich, das Lesen wird zum Vergnügen, statt zur Anstrengung und ehe man sich versieht sind die ersten hundert Seiten bereits verflogen. Besonders angetan haben es mir dabei die spitzfindigen, humorvollen und teils wunderbar ironischen Dialoge der Protagonisten. Kleine Spitzen an gesellschaftliche Phänomene und Undinge unserer Zeit. Nicht offensichtlich und keinesfalls gekünselt. Tessa Korber versteht es, Mord, Totschlag und Humor perfekt zu verbinden, so dass das Wort "Lesevergnügen" in Bezug auf "zum Sterben schön" definitiv angebracht ist.

Während sich viele Kriminalromane wohl auf das Tatsächliche reduzieren und die Ermittlungen, Handlungen des Täters und Spekulationen in den Vordergrund rücken, schafft "zum Sterben schön" Schauplätze mit diversen offenen Enden. Die Taten des Floristinnen-Mörders stehen dabei natürlich im Zentrum, dennoch kommen auch Emotionen nicht zu kurz. Besonders berührend ist dabei sicher die Geschichte rund um Tante Hedwig, Onkel Wolfgang und die Familie Anders. Ohne es bewusst wahrzunehmen erfolgte bei mit zudem eine Auseinandersetzung mit dem Thema Tod, Bestattung und all dem was dahinter steckt. Ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft, denn wer wird schon freiwillig Bestatter? Ohne Aufsehen gelingt es dem Roman aber, genau dieses Berufsfeld zu beleuchten, nahezubringen und als ein ganz normales zu beschreiben. Bäcker, Bauarbeiter, Bestatter...was soll daran nicht normal sein?
"Zum Sterben schön" ist in meinen Augen daher eine gelungene Mischung aus Spannung und sozialkritischen Themen, ohne belastend, unpassend oder nervtötend zu sein. 


Fazit: 
Wer regionale Krimis mag und auf blutrünstige Szenen verzichten möchte, der ist bei Tessa Korber und ihren Bestatter-Krimis goldrichtig. Ein bisschen Humor bereichert auch Kriminalromane, warum soll er also zu kurz kommen?
Die Charaktere machen Lust auf mehr, so dass man sicherlich keinen Fehler begeht, beide bisher erschienen Teile rund um Viktor Anders und die Bestatterfamilie zu lesen.
Gleichzeitig hoffe ich auf eine baldige Fortsetzung, denn auch als bekennender Neuhaus-Fan bin ich auf den Geschmack gekommen.
Sicherlich ist es kein sehr anspruchsvoller Kriminalroman mit ausgefeilten Wendungen, doch für ein unterhaltsames Lesevergnügen zwischendurch, als Bus-/Bahnlektüre und unterwegs eignet sich "zum Sterben schön" definiiv perfekt.

Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung von 5 Sternen!


Damit lasse ich euch jetzt auch erstmal wieder in Ruhe mit Büchern und Rezensionen. Ich hoffe ihr seht es mir nach, denn momentan komme ich zeitlich aufgrund von Uni und Job leider zu kaum etwas anderem. Lesen hingegen klappt zumindest in Bus und Bahn noch hin und wieder.
Sobald der Stress vorbei ist, wird hier auch wieder gebastelt und nicht nur rezensiert, versprochen!


Liebe Grüße

  





*vielen Dank an den btb für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Samstag, 16. Januar 2016

[All about the books] Christoph Dörr - Muffensausen

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Ja, ja... schon wieder eine Rezension! 
Dieser Einwand ist berechtigt, schließlich habe ich bereits letzte Woche mein kleines Buchprojekt um eben ein Kapitel erweitert und euch eine neue Rezension präsentiert. Dass der heutige Post sich erneut um das Thema Lesestoff dreht, ist wohl der Tatsache geschuldet, dass die Weihnachtstage gerade hinter uns liegen und was macht man um die Feiertage und zwischen den Jahren so? Richtig, man liest!

Dem entsprechend habe ich einige Bücher beendet, von denen ich euch zumindest den Teil zeigen möchte, den ich für zeigenswert halte.
Heute gibt es deshalb etwas für die Lachmuskeln, was Männlein und Weiblein gleichermaßen begeistern und ansprechen dürfte.
Die Rede ist vom Roman "Muffensausen" des Kölner Autors "Christoph Dörr".




Titel: Muffensausen
Autor: Christoph Dörr
Verlag: Blanvalet
Seiten: 398
ISBN: 978-3-7645-0501-1


Worum geht es?
Nina und Philipp sind ein Paar. Ein glückliches Paar, das seit mittlerweile drei Jahren die Freuden und Leiden des Lebens miteinander teilt. Sie wohnen seit Kurzem zusammen in Köln, in einer netten kleinen Wohnung in Philipps Elternhaus und die Idylle scheint perfekt. Zumindest so lange, bis Nina die schicksalshaften Worte ausspricht und Philipp die Frage aller Fragen stellt.
Völlig überrumpelt verpatzt Philipp den Moment komplett!
Heiraten? Warum?
Dabei ist eigentlich alles klar, denn Nina ist definitiv seine Traumfrau. 
Doch Nina ist alles, nur nicht begeistert von seiner Reaktion und packt ohne mit der Wimper zu zucken ihre Sachen. Philipp wird klar, dass er Nina nur mit dem ultimativen und weltbesten Heiratsantrag aller Zeiten zurückgewinnen kann.
Dass der Ärger damit erst beginnt, hat ihm hingegen niemand gesagt....



Rezension:
Bevor ich auch nur ein Wort zum Inhalt verliere, möchte ich einen Blick auf das Cover richten. Nicht nur, der etwas verdattert dreinblickende Vogel gewinnt mein Herz im Sturm. Vielmehr lohnt es sich, das gute Stück in die Hand zu nehmen. Denn der Sand auf der Vorder- und Rückseite ist nicht einfach nur gedruckter Sand, nein! Er fühlt sich sogar so an. Eine Kleinigkeit und vielleicht nur ein winziges Detail, aber auch etwas, das direkt zeigt, wieviel Herzblut in diesem Roman steckt.
Eine schöne kleine Idee, die mir gut gefallen hat.

Der Roman "Muffensausen" besticht ansonsten mit Leichtigkeit. Flüssig geschrieben und gerade heraus dreht sich ganz bald alles im Philipps persönlichen Albtraum in Weiß. Denn dass der Ärger mit der Frage aller Fragen erst anfängt, war ihm so nicht bewusst. Philipp will Nina heiraten, ja. Aber Philipp hatte nicht damit gerechnet, dass Nina - ganz Frau - bereits den ultimativen Masterplan für die ultimative Traumhochzeit in der Tasche hatte. Realität und Umsetzbarkeit spielen dabei eher eine untergeordnete Rolle.

Mit einem verschmitzen Lächeln, einem schelmischen Grinsen und einer sympathischen Leichtigkeit nimmt Christoph Dörr "Bridezilla", "brides to be" und alle heiratswilligen oder -wütigen Frauen auf die Schippe. Eine hohe Gag-Dichte, garniert mit ein paar Klischees, die bedient werden ohne abgedroschen zu wirken, lassen das Buch zu jederzeit kurzweilig und unterhaltsam sein.

Mir persönlich leuchtet natürlich zusätzlich das Herz auf, da die gesamte Geschichte im und rund um das schöne Köln spielt, ich viele Schauplätze selbst schon besucht habe und die teils "kölschen" Szenen aus eigener Erfahrung kenne.
Aber auch für Nicht-Rheinländer ist ist eine tolle Mischung an Gags, Tiefsinnigkeit und Gefühl geboten.
Christoph Dörr verbindet großartigen Humor mit einigen Wahrheiten über das Leben auf eine leichte und fröhliche Art, die mir unglaublich gut gefallen hat.



Fazit:
Egal ob auf dem Weg zum Traualtar oder nicht, das Buch sei jedem, der auf der Suche nach ein wenig Humor ist, ans Herz gelegt. Leicht und humorvoll werden die kleine und großen Katastrophen bis zum Ja-Wort aufgezeigt, ohne zu vergessen, dass es eigentlich doch um etwas ganz anderes geht als um Theater, Glanz und Gloria. Die Liebe ist es doch, die zwei Menschen dazu bringt, sich für immer binden zu wollen.

Wer gerne lacht und auch einmal ein humorvolles Buch zur Hand nehmen möchte, der macht mit "Muffensausen" von Christoph Dörr einen Glücksgriff.
Von mir gibt es daher eine absolute Kaufempfehlung mit fünf von fünf Sternen.




Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account "All_about_the_books" ans Herz gelegt.
Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können! 


Viele Grüße








*vielen Dank an den Blanvalet Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Mittwoch, 13. Januar 2016

[DIY] Kreativ den Überblick behalten

Es gibt etwas, das ich noch mehr an Büchern hasse, als diese unvermeidbaren und unschönen Leserillen am Buchrücken. Ich hasse sie wirklich, diese Knicke und Eselsohren!
Deshalb und natürlich, weil ich eine Frau bin und schöne Dinge grundsätzlich toll finde, mag ich Lesezeichen aller Art sehr. Zumindest wenn sie neben einer ansprechenden Optik auch ihren Zweck vernünftig(!) erfüllen.

Momentan ist es so, dass ich aber tatsächlich mehr als ein angefangenes Buch auf dem Nachttisch habe, denn mein großer Vorsatz 2016 lautet, meinen unglaublich hohen Stapel der ungelesenen Bücher auf ein Minimum zu reduzieren.
Mehr als ein Buch bedeutet aber auch mehr als ein Lesezeichen. Mein liebstes Lesezeichen hat mein Herzmann mir letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt. Sehr persönlich und sehr schön, aber fast auch zu schade, um es in Handtaschen und Rücksäcken umher zu schleppen.
Deshalb brauchte ich neue Lesezeichen und vor allem welche "für unterwegs".

Ein paar meine kleinen und recht schnell und einfach umzusetzenden Ideen möchte ich euch heute zeigen...


Einfache und individuelle DIY-Lesezeichen:




Ob im Ombreé-Look, geklebt, gepinselt oder ganz einfach gebastelt, Grundvoraussetzung für alle Lesezeichen ist neben Kreativität auf jeden Fall Pappe. Tonpapier, Dekopapiere und Co schaden sicher auch nicht, sind aber definitiv kein Muss.

Bevor ihr anfangt solltet ihr euch überlegen, wie viele Lesezeichen ihr machen möchtet und welche Größe bzw. Form sie haben sollen. Für drei der hier gezeigten Varianten benötigt ist als Fundament einfache weiße Streifen aus festem Papier oder besser noch Fotokarton. 


Farbverlauf in Blau:

Dieses relativ simple Lesezeichen macht viel her, ohne eine wirkliche kreative Herausforderung zu sein. Sucht euch zunächst Nuancen eurer Lieblingsfarbe zusammen und sortiert sie in einen Farbverlauf. Hierbei könnt ihr auch verschiedene Materialien verwenden und müsst euch nicht so wie ich nur auf eine Sorte von Papier konzentrieren. Ein Muster- und Materialmix kann auch sehr schön sein.

Messt anschließend auf euren Papieren gleichgroße Streifen ab und schneidet sie mit einer Konturschere aus.
Achtet darauf, dass die Streifen etwas länger sind, als euer weißer Basis-Streifen, damit ihr sie versetzt verschieben und das Zickzack-Muster formen könnt.
Wenn ihr Streifen für den kompletten Farbverlauf ausgeschnitten habt, klebt ihr sie nach und nach auf die Basis. Durch leichtes Versetzen entsteht ein schönes Muster, dass dem Verlauf noch einen zusätzlichen Kick gibt.



Washi-Tape und Regenbogen:

Ebenfalls sehr simple und trotzdem fröhlich und ansprechend ist die nächste Idee, bei der mein geliebtes Washi-Tape mal wieder zum Einsatz kommt.
Natürlich kann man eine Lesezeichenbasis ganz nach Lust und Laune mit Washi-tape bekleben, doch ich wollte einen kleinen Regenbogen-Farbverlauf kreieren. Deshalb habe ich mir dünne Tapes in Regenbogenfarben zusammen gesucht und angefangen zu kleben.
Abstehende Ränder an den Seiten solltet ihr abschneiden, wenn ihr eine schöne Rückseite ohne Rest haben wollt.


Kleine Fähnchen, große Wirkung:

Irgendwann habe ich begonnen, meine ungelesenen Bücher mit pinken Post-its zu markieren, damit ich sie in der Fülle meines Bücherregales schneller wiederfinde. Vom Buchrücken auf die jeweilige Seite war es ein kurzer Weg und so haben sich die Post-its schnell als treue Lesezeichen für unterwegs etabliert. Schön waren sie dabei selten, aber darum ging es mir ja nie.
Irgendwann kam ich allerdings auf die Idee Washi-Tape statt ihrer zu verwenden. Nicht nur im Regal sieht es deutlich dekorativer aus, wenn man seine ungelesenen Bücher so markiert. Auch unterwegs machen die Washi-Lesezeichen deutlich mehr her, finde ich.
Schnell gemacht sind sie natürlich auch. 
Zieht einen längeren Streifen Tape ab und klebt die beiden Seiten aufeinander, so dass ihr quasi ein "Post-it" bekommt. 
Fertig ist das Washi-Lesezeichen...


Books, Tea and Rock n' Roll:

Zu einem guten Buch gehört für mich gerade im Winter auch eine schöne warme Tasse Tee. Tee und Bücher gehören einfach zusammen und so kam mir die Idee für das nächste Lesezeichen, das ich euch heute zeigen möchte.

Alles was ihr dazu braucht, ist Fotokarton, ein wenig Motivpapier, Garn und ein bisschen Tape.

Schneidet zunächst aus dem Karton eine schöne Becher-Form aus. Diesen Becher legt ihr nun an die kante von eurem Motiv-Papier und zeichnet einen Henkel auf. Diesen schneidet ihr aus und klebt ihn anschließend an euren Becher. Diesen könnt ihr nun noch ein wenig mit Knöpfen oder Streudeko verzieren. 
Damit ihr auch wisst auf welcher Seite ihr seid, sollte ein Teil des Lesezeichens natürlich nach außen stehen können. Hierzu klebt ihr ein Stück von eurem Garn auf die Rückseite der Tasse und befestigt an dessen anderen Ende ein kleines Schildchen, wie bei einem Teebeutel.


Schnell und einfach marmoriert:

Was man von Ostereiern oder Fingernägeln kennt, erfüllt seinen Zweck genauso auf einem Lesezeichen und kann ein echter Hingucker sein. Die Rede ist von "Marmorieren".
Hierzu nehmt ihr einfach ein paar verschiedenfarbige Nagellacke und tropft sie vorsichtig auf euren weißen Basis-Streifen. Anschließend zieht ihr mit einem Zahnstocher Linien durch den noch feuchten Lack, so dass ein Muster entsteht.
Wenn das Ganze getrocknet ist, könnt ihr zum Schutz eurer Bücher noch ein wenig Folie überkleben, allerdings habe ich bisher keine Spuren des Lacks an den Seiten meiner Bücher festgestellt.

Knopf, für Knopf:

Niedlich und schnell gemacht ist auch diese Variante. Alles was ihr hierzu benötigt sind ein Knopf und eine Büroklammer. Mit ein bisschen Heißkleber sitzt der Knopf bombenfest auf dem oberen Teil der Klammer und zeigt euch immer an, wo ihr aufgehört habt zu lesen.
Praktisch oder?



Ich hoffe meine kleinen und einfachen Ideen haben euch gefallen? 
Falls ihr noch kleinen Blick darauf geworfen habt, möchte ich euch mein neues Buchprojekt und den dazu gehörigen Instagram-Account "all_about_the_books" ans Herz legen. Ob Kurzrezensionen, Buchtipps oder nur ein wenig Bookstagram mit Liebe zum Detail, all das findet ihr dort. Über neue Follower und ein paar Likes würde ich mich natürlich sehr freuen.


Viele Grüße




Dienstag, 12. Januar 2016

[All about the books] - Christina Lauren - Sweet Filthy Boy

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Ein völlig neues Genre soll heute Thema sein und das Projekt "all about the books" um ein weiteres Kapitel bereichern. Ein neues Genre, welches mir bisher unbekannt war, denn zu meiner Schande(?) muss ich gestehen, dass ich damals dem Hype rund um die Shades of Grey ganz gut ausgewichen bin. Auch, wenn viele diese Bücher großartig fanden, hat mich nie etwas an ihnen gereizt. Warum auch immer.

In diesem Post möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass zumindest in Sachen Genre in die Richtung von Grey und Co geht. "Sweet Filthy Boy" von dem Autorinnen-Duo Christina Lauren soll Thema dieser Rezension werden.




Autor: Christina Lauren
Seitenzahl: 348
ISBN: 978-3-95649-252-5


Worum geht es?
Mira Holland hat gerade ihren Collegeabschluss gemacht und möchte zusammen mit ihren besten Freundinnen Harlow und Lorelei noch einmal richtig Spaß haben, bevor der Ernst des Lebens beginnt. Ein Wochenende in Las Vegas, ein letztes Mal die Sau rauslassen und grenzenlos feiern, bevor sie nach Bosten zieht, um dem Willen ihres Vaters zu entsprechen und Wirtschaft zu studieren.
In eben jener schicksalshaften Nacht in Vegas trifft sie schließlich auf Ansel Guillaume. Franzose, super sexy, verwegen und wagemutig. Ganz anders als die brave Mia und doch so faszinierend. 
Ansel will eigentlich nur eine wilde Partynacht verbringen, bevor er zurück nach Paris muss. Zurück in den Alltag, die Tretmühle seines Jobs, den er so sehr hasst, aber zu Ende bringen muss. Doch dann begegnet er dieser atemberaubenden Frau und fasst einen verrückten Plan. 



Rezension:
Das Buch hat mich fasziniert, soviel möchte ich vorab sagen ohne direkt ein Fazit im ersten Satz zu ziehen.
Allerdings übte es keine Faszination im klassischen Sinne aus, es verwunderte mich eher.
Bisher habe ich mich noch nie an das Genre Erotik-Roman getraut und auch, als ich ihn als Rezensionsexemplar in den Händen hielt wurde mir anhand des Klappentextes nicht klar, wie tief der Roman in eben jenes Genre gehen würde.
Die Geschichte liest sich gut und flüssig und egal ob man ihr wirklich ähnelt oder nicht, man findet tatsächlich sehr schnell einen Zugang zu Mia, die ihren Traum begraben muss und bereits ist den Traum ihres Vaters zu leben. 
Auch Ansel ist keine Figur, die nicht jede von uns mehr oder weniger in ihrem Leben bereits getroffen hat. Der faszinierende Fremde, der eine, der eine unglaubliche Anziehung auf uns ausübt, so dass wir unvernünftig werden (könnten). Dass es bei den meisten von uns nur bei Gedankenspielen bleibt, statt so auszuarten wie in diesem Roman, versteht sich natürlich ebenfalls von selbst.

Die durchaus sehr detailreich beschriebenen Szenen zwischen Ansel und Mia wirken zunächst nicht unrealistisch oder gewollt, im Gegenteil. Eher faszinieren sie, regen die Phantasie an und begeistern. Es ist verrucht, aufregend und anders als gewöhnliche Lovestorys und mir bisher bekannte Liebesromane. Als Leser fühlte ich mich mitgenommen auf ihre Reise, hineingezogen in ihr Abenteuer.

Zu Hälfte des Buches erzählte ich meiner besten Freundin sehr begeistert davon und versprach, es ihr auszuleihen, sobald ich es beendet habe.
Doch die Stimmung kippte mit jeder weiteren Seite. Die Tatsache, dass zur Mitte des Buches fast jede Situation zwischen Ansel und Mia nur noch zwischen Bettlaken spielt, die Handlung sich teilweise auf die eine oder andere Art wiederholt, beginnt zu nerven.
Ja, ich war zwischenzeitlich wirklich genervt von diesem Buch und hoffte, es möglich bald beenden zu können, zumal das Ende absehbar erschien.

Auch wenn die Geschichte letztlich in Nuancen anders ausgeht, als ich es nach gut der Hälfte des Buches erwartet hatte, ist und bleibt die Story leider sehr dünn.
Die Liebesszenen dominieren, Dialoge und Handlung steht zurück. All die Konflikte und Gefühlswirrungen, die Mia und Ansel mit sich herumtragen, die große Last, die Mia trägt und das kleine Geheimnis von Ansel werden nur angedeutet, angerissen und kurz abgehandelt.
Ich will nicht sagen, dass all diese Dinge in einer konstruierten Art und Weise in Erscheinung treten, aber ein Beigeschmack bleibt einfach.


Fazit:
Das Buch fasziniert wie gesagt. Leider aber auf eine traurige Art und Weise. Meine anfängliche Begeisterung verflog von Seite zu Seite mehr. Wie ich mich dermaßen in einem Buch irren konnte, verwundert mich heute noch immer. 
Eine Story mit sehr wenig Tiefgang und sehr viel horizontaler Handlung.
Wer Spaß an einem Roman voller Liebesszenen, detailreichen Beschreibungen sämtlicher Handlungen und wenig Story hat, der wird mit " Sweet Filthy Boy" sicherlich seine Freude haben.
Für mich war es leider kein Buch, das mich begeistern konnte.
Als Auftakt einer neuen Serie sollte es wohl auf den Geschmack bringen und neugierig machen, allerdings werde ich eher vom "Genuss" der weiteren beiden Bände absehen.
So sympathisch und süß Mia ist, so schön wie die Figuren im Gesamten ausgearbeitet sind, so schwach ist und bleibt die Handlung.
Mehr als gut gemeinte 2 von 5 Sternen möchte ich daher nicht vergeben.


Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account "All_about_the_books" ans Herz gelegt.
Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können!   



Viele Grüße





*vielen Dank an Blogg dein Buch und den Mira Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. 

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