Mittwoch, 15. April 2015

Kleine Ideen mit großer Wirkung

Vielen von euch wird es in den kommenden Tagen sicher gehen wie mir. Das neue Semester hat begonnen, die Schulferien sind zu Ende und die schöne Zeit im Frühlingswetter muss zugunst von Büchern und Büffelei am Schreibtisch weichen. Für mich ist das derzeit leider Alltag, aber man macht ja das Beste aus seiner Situation.
Gerade in Phasen, in denen man viel Zeit am Schreibtisch verbringen muss, hilft es ungemein, wenn man sich in seiner Umgebung auch wohlfühlt. Ich für meine Person bin auf jeden Fall um Längen produktiver und deutlich motivierter, wenn ich mich morgens an einen schönen und aufgeräumten Schreibtisch setzen kann. 

Dass kleine Veränderungen dabei schon eine Menge bewirken können, möchte ich euch mit meinem heutigen Post zeigen.

Tipps und Tricks für einen schönen Arbeitsplatz:
Individuelle Schreibtischunterlage gestalten.


1. Individuelle Schreibtischunterlage
Zum Schutz des Tisches verwenden viele eine Schreibtischunterlage. Ob es diese in "schön" gibt, ist natürlich immer eine Frage des individuellen Geschmacks. Ich bin zum Beispiel gar kein Freund dieser Papierunterlagen, auch wenn man sie natürlich für Notizen nutzen kann und sie ganz praktisch sind. Dennoch fransen und knicken bei mir die unteren Ecken stets um oder rollen sich hoch. Daher habe ich schon seit längerer Zeit Abstand von ihnen genommen und bin zu ihren Brüdern aus festerem Material gewechselt. Ob man die Drucke, die es im Geschäft zu kaufen gibt nun mag oder nicht, ist eine individuelle Frage. Ich habe bisher einfach kein Unterlage gefunden, die mir wirklich gefallen hat und deshalb kurzerhand selbst Hand angelegt.
Alles was man für eine individuelle Schreibtischunterlage braucht ist eine durchsichtige Unterlage (gibt es für ca. 5 Euro bei IKEA) und Papier oder Folie in einem Muster nach Wahl. 
Schneidet nun das Papier entsprechend eurer Unterlage zu und klebt es mit Pads oder ein wenig Klebestreifen von unten unter die Unterlage.
Wenn euch das Muster irgendwann einmal nicht mehr gefällt, ist es kostengünstig und schnell ausgetauscht.
So herrscht garantiert keine Langeweile auf dem Schreibtisch.


Stifteaufbewahrung selbst gemacht. Do it yourself pencil case

2. Stifteaufbewarung
Es ist das altbekannte Phänomen: Wenn man eine Kugelschreiber braucht, findet man keinen. Räumt man hingegen auf, laufen einem ganze Horden über den Weg...
Da ich grundsätzlich immer mit sehr vielen verschiedenen Stiften auf meine Texte und Unterlagen losgehe, wurde es Zeit, dass endlich Ordnung herrscht und jeder Schreiber seinen Platz bekommt.
Auch hier kam mir der Schwede zur Hilfe, denn dort gibt es diese ganz einfachen Blumenübertöpfe aus Metall. Mit etwas Washi-Tape und einem bisschen Dekoband verwandelt er sich in einen schönen Stifteköcher.
Genauso gut eignen sich übrigens kleine und große Konservendosen.
Einfach von den Schildchen befreien, bekleben und schon erstrahlen sie in neuem Glanz.

Kleiner Tipp: Mit halbierten Papprollen könnt ihr innerhalb des Köchers kleine Bereiche unterteilen und so noch mehr Ordnung in eure Stifte bringen.



3. Kleine Helfer für Dies & Das:
Besonders nervig finde ich es immer, wenn ich hunderte kleiner Dinge auf meinem Schreibtisch liegen habe, die ich während eine Lerntages von A nach B lege und dann nicht mehr findet, wenn ich sie dann doch mal brauche. Egal, ob Büroklammern, Post its oder Klemmen, irgendwie fliegt alles immer rum. 
Aber auch dafür habe ich eine kleine und hübsche Lösung gefunden.

Ebenfalls bei IKEA gibt es diese kleine Gewürzgläschen. Sie bieten genug Platz für Kleinigkeiten, die auf dem Schreibtisch sonst ihr Unwesen treiben würden und sehen dabei sogar noch gut aus.
Etwas Heißkleber verbindet die beiden unteren Gläser und sorgt für einen sicheren Stand. Das dritte Glas wird ebenfalls mit Heißkleber fixiert. Blümchen und Schleifen werten das Ganze auf und kaschieren kleine Kleberstellen, die sonst sichtbar wären.



Ergänzt wird mein Ensemble durch eine kleine Aufbewahrungsbox aus einfacher Pappe, in der ich größere Post its, Tipp Ex-Roller und Notizzettel aufbewahre. Beklebt mit den Resten meiner Schreibtischunterlage, rundet sie meiner Meinung nach das Gesamtbild schön ab.

Die Unterlage aus Kunststoff hat natürlich den Nachteil, dass Notizen anderweitig abgelegt werden müssen, aber auch hierfür habe ich eine Lösung gefunden.


4. Leinwand als Memory Board
Basis dieser Wand für Noitzen, Zettel, Pläne und Co ist eine ganz normale Malerleinwand in mittlerer Größe. Mittels Decopatch-Kleber habe ich zunächst einen großen Bogen Geschenkpapier in einem schönen, aber dezenten Muster auf die Leinwand geklebt. 
Natürlich geht es mit normalem Bastelkleber genauso gut, allerdings gibt Decopatch kleber der Oberfläche eine feste und ebene Struktur und verbindet das Papier schön mit der Leinwand, so dass es eben nicht "aufgeklebt" ausschaut.


Damit Pläne, Zettel und Co auch Halt finden, habe ich kleine und größere Wäscheklammern mit ein wenig Nagellack lackiert und zusätzlich mit Topcoat einige glitzernde Highlights gesetzt.
Ebenfalls mit Decopatch-Kleber werden sie fest auf die Leinwand geklebt und bieten nun Platz für alles, an was ihr euch erinnern wollte (oder müsst) und was ihr stets auf einen Blick vor euch haben solltet.

Für jemanden, der wie ich ein absoluter to-do-Listen-Junkie ist und nur so in seiner Zettelwirtschaft lebt, eine wahre Errungenschaft. Dass das Memory Board natürlich schon längst voll, voller und überfüllt ist, muss ich wohl nicht erwähnen....



Das waren sie, meine kleinen Tipps für einen schöneren Arbeitsplatz. Ich hoffe, sie haben euch gefallen und vielleicht sogar motiviert, auch an eurem Schreibtisch Hand anzulegen?
Eine schöne Arbeitsatmosphäre macht einfach so viel aus, glaubt mir....

Falls ihr diese oder weitere Ideen von meinem Blog nachbastelt, dann zeigt mir doch eure Werke auf Instagram.
Unter dem Hashtag #eskakreativ sammle ich bereits alle meine Ideen und würde mich freuen, wenn ein paar kreative Werke von euch hinzukommen.


Eine produktive Restwoche wünscht euch

 

Donnerstag, 9. April 2015

Kreidefarbe selbst gemacht

Egal ob man Bastelzeitschriften aufschlägt oder in Deko-Magazinen blättert, Kreidefarbe ist in aller Munde. Das angesagte "Chalky Finish" ziert ganz zurückhaltend Hintergründe, Möbelstücke und Dekoelemente auf Interior-Blogs und läuft uns Jägern und Sammlern auf Pinterest ein ums andere Mal über den Weg.

Trends und neue Techniken machen mich immer neugierig und so wär es natürlich auch mit der matten Farbe, die ein wenig an Schultafeln erinnert und in unserer Zeit mit Bonbonfarben daher kommt. Doch kaum hatte ich das Bastelgeschäft meines Vertrauens betreten, traf mich auch schon der Schlag. So trendy und "cool" die neue Farbe ist, so teuer ist sie leider auch. Ob ich nun für eine einzige Farbe knapp 8 - 10 € ausgeben wollte ohne zu wissen, ob mir das Finish am Ende wirklich zusagt, wusste ich nicht. Aber warum soll man die Farbe nicht auch selber machen können? 

Eben! Gesagt getan....mein Selbstversuch hat begonnen!



Do it yourself - Chalky Paint

Chalky Paint do it yourself


Die Farbe sollte matt sein und eben das besagte "Chalky" Finish haben. Wenn sie Kreidefarbe heißt, dann muss wohl auch Kreide enthalten sein - So meine spontane Annahme. 

Letztlich lassen sich verschiedene Varianten zeigen, wie man einen Look kreieren kann, der der besagten Farbe sehr sehr nahe kommt. Ob die Looks am Ende gefallen, ist wie so oft Geschmacksache, für mich ist es in jedem Fall eine kostengünstige Alternative zu den sehr teuren Farbtöpfchen aus dem Bastelbedarf.



Benötigt werden sieben Sachen, die wir alle für kleines Geld besorgen können:



Für meinen Testlauf mussten ein paar Überbleibsel meiner momentanen Smoothie-Liebe dran glauben, denn auch wenn die Fruchtbomben leer sind, finde ich die kleinen Fläschchen sehr niedlich und als Blumenvase doch auch recht dekorativ. 
Das Holzkistchen und die Kreide habe ich für kleines Geld bei TeDi erstanden und die Acrylfarbe gibt es im Grunde in jedem gut sortierten Bastelgeschäft. 
Gerade für Grundierungen und größere Flächen solltet ihr einen einfachen Küchenschwamm statt Malpinsel verwenden. Schwämme eignen sich genauso gut wie (teurere) Malerrollen aus dem Künstlerbedarf und gehen nicht so ins Geld.  



Selbst gemachte Kreidefarbe

Bevor es aber ans Pinseln geht, muss die Kreide zerkleinert werden
Ob euer Ergebnis nachher strukturiert oder glatt ist, hängt sehr davon ab, wie fein ihr die Kreide zerkleinert. Für meinen Test habe ich beide Varianten einmal ausprobiert.  

Mit grob verbröselter Kreide erhaltet ihr ein sehr raues Finish. Gut vorstellen kann ich mir diese Form der Kreidefarbe im Rahmen von maritimen Dekorationen und im Gartenbereich. Für den klassischen Chalky-Style finde ich persönlich es hingegen zu strukturiert. Fein gemahlen und zerrieben ergibt die Kreide hingegen ein schön glattes Ergebnis, das dem "original" Finish sehr nahe kommt. 
Das Mischverhältnis der Kreide-/Farbkombination sollte in etwa 1/3 zu 2/3 betragen. Zu diesem Ergebnis bin ich zumindest nach einigen Fehlversuchen gekommen. Tastet euch vorsichtig heran und verwendet lieber zunächst etwas weniger Kreidepulver und erhöht die Menge nach und nach, denn mit zu viel Kreide wird eure Farbe zäh und klumpig und lässt sich kaum mehr verstreichen. 


Kreidefarbe selber machen
 
Achtet darauf euren Farbton zunächst passend anzumischen, bevor ihr die Kreide einrührt, denn andernfalls ist es schwierig ein schönes ebenes Farbergebnis zu erhalten und gleichzeitig die Kreide sauber unterzumengen. 
Für witterungsbeständige Farben solltet ihr auf Acryl im Übrigen verzichten und Lackfarbe mit einem seidenmatten Finish verwenden. So löst sich euer Kreide-Look auch bei Wind und Wetter nicht auf.

Um dem Kistchen ein kleines Vintage-Flair zu verleihen habe ich die Farbe zum einen nicht ganz sauber und deckend aufgetragen und später noch ein wenig nachgeholfen. Gerade in Sachen Chalky Paint sind Shabby Style und Vintage nicht weit, als sollte sich die Kreidefarbe auch gut bearbeiten lassen. 
Der Selbstversuch überzeugt hierbei tatsächlich. Einmal getrocknet hält sie auf dem jeweiligen Objekt super, lässt sich aber ebenso gut mit Sandpapier bearbeiten und anrauen. 

Shabby chic chalky paint


Fazit:
Der Selbstversuch ist im Ergebnis für mich gelungen. Die Kreidefarbe erreicht je nach Feinheit des Kreidepulvers das Finish, was man von "Chalky Paint" erwartet. Ob grob oder nicht ist letztlich Geschmacksache. 
Mit einem Preis von knappen 3 Euro schlägt die DIY-Variante ihre Brüder aus dem Bastelladen um Längen und auch in Sachen Herstellung ist sie kein Hexenwerk.

Ein großes ABER gibt es für mich allerdings dennoch:
Für kleine Deko-Elemente und farbenfrohe vielfältige Akzente ist die selbstgemachte Kreidefarbe eine klasse Alternative, die schnell gemacht ist und den Geldbeutel nicht mehr als nötig strapaziert. Wer hingegen größere Objekte oder gar Möbel streichen möchte, der tut gut daran ein paar Euro mehr zu investieren und die "originale" Farbe zu verwenden. 

chalky paint vintage decoration diy


Das war mein kleiner Selbstversuch mit Kreidefarbe oder "Chalky Paint". Ich denke für kleine Elemente werde ich diese Variante auf jeden Fall noch einmal verwenden und vielleicht perfektioniere ich sie in den kommenden Versuchen auch noch weiter. 
Es lohnt sich auf jeden Fall, sie als kostengünstige Alternative im Blick zu haben.

Ich hoffe der kleine Test hat euch gefallen und vielleicht versucht ihr euch ja auch mal mit Pinsel und Farbe?
Denn mal ehrlich, das Kreide-Finish in Kombination mit Pastelltönen ist schon hübsch oder was meint ihr?  



 

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