Dienstag, 29. Januar 2013

Rosen, Eis und ein bisschen Stimmung

Meine Lieben,

bevor ihr auf komische Gedanken kommt, keine Angst! Jetzt kommt kein Post über ein wundervolles Date mit der Hälfte oder so ein romantischer Kitsch (Nichts gegen romantischen Kitsch übrigens...)

Vielmehr passt ganz zufällig heute mal eins zum anderen, denn ich habe beschlossen, dass dies der letzte, allerallerallerletzte winterliche Post für die erste Hälfte von 2013 sein soll.
Mir reicht es nämlich mit Kälte, Schnee und Zitterei. Ich möchte Frühling haben und ich bin mir sicher, ihr seht das ähnlich.

Passend zu meiner heutigen kleinen letzten winterlichen Idee hat die liebe Nic mal wieder zu ihrer Foto-Challenge "Beauty is where you find it" aufgerufen und diese Woche unter das Thema "Winterland" gestellt.


Bevor der gute Schnee, der uns die letzten Wochen ja so treu begleitet hat (euch mehr als mich, das gebe ich zu... ^^) endgültig das Zeitliche segnet, wollte ich ihm noch eine kleine letzte Bühne geben und habe deshalb heute folgende DIY-Idee für euch:


Eisige Windlichter:


Dazu benötigt ihr nur zwei Plastikschälchen in unterschiedlichen Größen (eventuell tut es aber auch eine Schale und ein Becher), ein paar Rosen, Blumen oder andere Dinge, die ihr einfrieren möchtet, Wasser, Teelichter und etwas Geduld.

 Füllt zunächst die größere Schale mit Wasser und streut eure Rosenblätter hinein.
Stellt dann einen Becher oder die kleinere Schale hinein und befüllt sie ebenfalls mit so viel Wasser, dass sie leicht absinkt, aber nach wie vor in der Schale schwimmt.
Um sie waagerecht und mittig zu halten, könnt ihr ein Geldstück zum beschweren und ausgleichen hineinlegen.

Nun stellt ihr alles in den Gefrierschrank oder in die eisig kalte Nacht.



Wenn das Wasser gefroren ist, löst ihr euer eisiges Windlicht aus den Formen, stellt und Teelicht hinein und erfreut euch an dem vergänglichen Anblick.

   
  Beim Schreiben dieses Posts kam mir der Gedanke, dass sich solche Lichter im Grunde auch für Gartenparties im Sommer eignen. In einer Minivariante schwimmend in einer großen Glasschale sind sie zwar noch vergänglicher, aber mit Sommerblüten dekoriert trotzdem ein schöner Hingucker.

Wer weiß, vielleicht feiert diese Idee ja im Sommer ein Comeback auf meinem Blog.
Wir werden sehen.....


Weitere tolle Winterideen findet ihr diese Woche bei Nic.
Vorbeischauen lohnt sich auf jeden Fall.


Auf den Frühling wartende Grüße,


Dienstag, 22. Januar 2013

Von Ehrgeiz und "buntem Tesa"

Meine Lieben,

es gibt diese Momente, in denen man erkennt, dass man sich eben doch wirklich glücklich schätzen kann. Einer dieser Momente ereilte mich zuletzt in Bangkok.
Der Trip von Kambodscha nach Thailand folgte einer ganz speziellen Mission.
Auf einem sehr großen Kreativblog, den ich bis zu dieser Reise auch sehr toll fand, hatte ich einige Tipps rund um Kreativshopping in der Metropole gelesen und war schier begeistert.
Washitapes in Hülle und Fülle und zu Spottpreisen, ganz tolle weitere Tapes, die wir in Deutschland gar nicht kennen, Craftshops über und über....und alles sooo billig, dass man sich Massen mit nach Hause genommen hatte...

Klingt toll oder?
Tja, das dachte sich besagte Bloggerin scheinbar auch, denn mehr heiße Luft waren all diese Tipps nicht.
Nicht ein Shop entsprach der Beschreibung, von den scheinbar spottbilligen Preisen zumindest in diesen besagten Läden ganz zu schweigen.

Ich will mich jetzt gar nicht länger vor euch darüber ärgern, jeder soll selbst wissen, wie ehrlich oder unehrlich er seine Posts verfasst. Ich finde es nur ziemlich doof, Dinge als "Tipps" zu verkaufen, die schlicht an den Haaren herbei gezogen sind.


Warum ich mich trotzdem glücklich geschätzt habe, lag bei meiner lieben Hälfte.
Voller Vorfreude stürmte ich in die Shops, wühlte mich durch die Märkte und war so bitter enttäuscht, dass ich entweder keine Tapes und DIY-Sachen gefunden habe oder eben Preise wie in Deutschland zahlen sollte, dass ich irgendwann aufgeben wollte und keine Lust mehr auf Bänder, Papiere, Schleifchen und den ganzen Kram hatte.
Doch Hälfte wusste, dass mir das tief in meinem Herzen eben doch ein großes Bedürfnis war, mit ein paar Rollen Tape nach Hause zu fahren und so stellte er halb Bangkok auf den Kopf, bis wir tatsächlich einen Laden gefunden haben, der schöne und vor allem so wundervoll günstige Maskingtapes führte, dass ich nur zuschlagen konnte.

Mal ehrlich, welcher Mann geht freiwillig in jedes Kaufhaus einer solchen Millionenstadt und durchforstet fast jeden Wochenmarkt nur wegen ein paar blöden Klebebändern?

Eben! Und deshalb schätze ich mich glücklich <3

Bis zum Ziel haben wir vieles gesehen und ich will es gar nicht als "Shoppingtipps" titulieren, sondern euch lieber ein paar einfache Eindrücke zeigen:



So verrückt es klingt, aber die Shopping-Malls in Bangkok finden sich tatsächlich als Empfehlungen in Reiseführern wieder.
Dass man direkt drei oder vier dieser Kolosse auf einem Fleck findet, ist ebenfalls keine Seltenheit.
Für Hälfte und mich war soviel Überfluss und Konsum fast ein kleiner Kulturschock (für ihn natürlich noch mehr als für mich), denn auch in Phnom Penh gibt es nur eine kleine City-Mall, die nicht im Ansatz mit diesen Giganten vergleichbar ist.
Von westlichen Geschäften ganz zu schweigen.....


Besonders witzig fand ich die Idee von "Terminal 21", einem Kaufhaus nach dem Konzept eines Flughafens. Jede Etage liegt thematisch in einer anderen Stadt, Übersichtstafeln zeigen die nächsten Events an und am Beginn und Ende jeder Rolltreppe, hängen Arrival- und Departureschilder der jeweiligen Stadt.
Natürlich sind die Aufmachungen der Städte eher so, wie der Asiate es sich vorstellt und mehr übertrieben als realistisch, trotzdem fand ich die Gestaltung ganz nett.






Jedes der großen Kaufhäuser hat mindestens eine große Foodhall, in der es neben zahlreichen Restaurants auch viele tolle kleine Stände mit "Take Home Food" gibt.
Nach den Entbehrungen westlicher Genüsse, die Kambodscha nun mal einfach von mir verlangt hat, konnte ich nicht widerstehen....


Aber wenn ihr ehrlich seid, sehen die Cupcakes doch auch einfach nur traumhaft aus oder?



Ich habe mich jedenfalls mal wieder anfixen lassen und prompt ein Cupcake-Buch bestellt, das ich in den kommenden Monaten einmal durchtesten möchte.

Ja, so bin ich.... ich lasse mich schnell von solchen Sachen begeistern und möchte sie unbedingt ausprobieren.


Nicht anders als in deutschen Kaufhäusern und Gallerien sind natürlich die Beautyabteilungen wahre Himmel auf Erden für Junkies ;)
Ich habe mir einen kleinen Streifzug nicht verkneifen können bzw. wurde von Hälfte mit den Worten "Kauf nicht so viel" abgesetzt.
Viel gekauft habe ich wirklich nicht, auch wenn ich es toll fand, einige Marken, die wir in Deutschland nicht bekommen können, mal "live" zu sehen.



Westliche Genüsse waren mir in Kambodscha wie gesagt zum Großteil verwehrt und über das, was die Khmer "Kaffee" nennen, möchte ich gar nicht sprechen.
Ich habe jedenfalls in der ganzen Zeit exakt eine Tasse getrunken und danach die Finger von dem Zeug gelassen.
Ich glaube so sehr wie in Bangkok habe ich meinen Caramel Macchiato noch nie genossen.






Meine eigentliche Mission drehte sich ja um "buntes Tesa", wie eine liebe Freundin zu sagen pflegt.
Also um unser altbekanntes und von mir so geliebtes Masking Tape.
Nach einem wertvollen Tipp einer ganz hilfsbereiten Thai, die ich in einem der vielen Shops einfach angesprochen hatte, fanden wir viele tolle Bastelsachen auf den Märkten in Chatuchak und China Town.

Aber eben kein Tape....


Trotzdem ist es wahnsinnig, wie groß das Angebot doch ist und vor allem, wie bezahlbar......





Die einzigen Tapes die ich zunächst gefunde habe, waren ganz normale "MT - Masking Tapes", die wir aus Deutschland kennen und die mit gut 100 Thai Baht in etwa genauso viel kosten, wie bei Idee oder vergleichbaren deutschen Geschäften.
Ich war wie gesagt äußerst enttäuscht und habe mir, nur um nicht mit leeren Händen nach Hause zu fahren, 3-4 Rollen Tape gekauft.

Da konnte ich ja noch nicht ahnen, dass sich Hälftes Ehrgeiz auszahlen würde.


La Boom, eine thailändische Firma stellt nämlich ebenfalls Tapes her und diese waren tatsächlich das, was ich als "günstig" bezeichnen würde, ohne sich von den MT Tapes zu unterscheiden.


Sehr sehr gerne würde ich euch jetzt zeigen, welche tollen Tapes und andere feine Sachen ich aus Bangkok mitgebracht habe, doch leider Gottes hat es Air France nicht geschafft, meinen Koffer in das Flugzeug zu packen und so sitze ich hier nun ohne Hab und Gut....und ohne Tapes.

Meine Ausbeute reiche ich selbstverständlich nach.
Genauso wie de Auslosung des Mitbringsels, denn ich möchte nichts verlosen, was ich aktuell nicht "besitze".
Drückt mir die Daumen, dass der Koffer bald endlich hier eintrudelt....



Liebe Grüße
 

Donnerstag, 17. Januar 2013

One day in..... Bangkok


Bangkok ist anstrengend!
Zumindest, wenn man gerade aus dem relativ beschaulichen, weil unterentwickelten Kambodscha kommt. Mehrspurige Straßen, Taxen oder gar ein öffentliches Verkehrssystem gibt es in Phnom Penh schlicht nicht.
Bangkok ist hektisch, laut und bunt. Es blinkt an allen Ecken und Enden, man kann für kaufen, wenn man denn das nötige Kleingeld hat.
Doch zum Thema Shopping und einer Kleinigkeit für euch möchte ich demnächst erst kommen.

Heute möchte ich erstmal fragen: Was kann Bangkok eigentlich außer laut und bunt zu sein?


Nun, anders als im Bezug auf Kambodscha oder insbesondere im Bezug auf Angkor gab es diesmal keinen Reiseführer, den Hälfte bis auf den letzten Punkt durchforsten konnte.
Ein kleines EBook musste reichen (ich spar die Empfehlung, es war sein Geld einfach nicht wert.)
Wie so ziemlich alle Touristen zog es auch uns sowohl zum Königspalast als auch zum Tempel des Reclining Buddha“ (Wat Pho)

Also ab aufs Schiff und durch den Kanal Richtung Grand Palace und unterwegs noch kurz einem weiteren Unterschied zu Kambodscha begegnen. Thais sprechen ein katastrophales Englisch! Während man in Phnom Penh gut und gerne von 90% der Menschen verstanden wird, scheitern Thais schon an einfachsten Fragen, Taxifahrer an simplen Fahrtzielen und überhaupt kommt niemand auf die Idee, den verdammt zahlreichen Touristen das Leben mit ein paar Sätzen jenseits von Thai einfach zu machen.
Guten Willen zeigte eine Dame auf einem Touristenboot, auf das wir ungewollt und zu unserem eigenen Ärgernis geraten sind. Sie sprach so etwas wie Englisch, verstanden hat sie trotzdem niemand.


Geärgert haben wir uns deshalb, weil dieses tolle Touristenboot ganze 40 Baht pro Person gekostet hat (1 Euro), während kleine private Langboote gerade mal 13 Baht für die gleiche Strecke verlangen. Ohne scheinbare Englischkünste und vor allem mit einer gewissen Portion Abenteuer bei entsprechendem Seegang.

Wer sich vorab informiert, gewinnt in Bangkok auf jeden Fall auf ganzer Linie.
Taxifahrer schlagen gerne auf Fahrtpreise eine Art „Touribonus“ auf, wer direkt darum bittet das Taxameter einzuschalten, wir sicher nicht über’s Ohr gehauen und gibt sich direkt als „gut informiert“ zu erkennen.
Die Gepflogenheiten der einzelnen Tempel und Sehenswürdigkeiten zu studieren lohnt ebenfalls.
So wartet am Eingang des Königspalast eine Tafel voller verbotener Kleidungsstücke, Schlafanzüge inklusive.
Da ich natürlich in meiner geliebten violett-karrierten Flanellschlafhose von Primark zum König wollte, stand ich vor einem Problem….

Spaß beiseite. Selbst Hälfte’s wadenlange Hose wurde nicht akzeptiert und so durfte er sich für 5€ eine vielfach getragene äußerst modische Jogginghose ausleihen
Warum der König Jogginghosen akzeptabler findet, als Jeansshorts, haben wir nicht herausgefunden, aber so ist das eben.
Andere Länder, andere Sitten.

Nachdem mir Angkor schon beinahe ein bisschen zu schmucklos erschien, warteten nun Prunk, Protz und Kitsch auf mich.
Aber seht selbst…






Besonders gespannt war ich auf den „Emerald Buddha“. Einer Buddha-Statue, die der Legende nach über und über mit Smaragden besetzt sein sollte. Diese Smaragde haben sich im Laufe der Jahre als weniger spektakulärere Edelsteine dargestellt, aber trotzdem faszinierte mich der Gedanke, einer großen Statue aus grünen, gläzenden Steine.

Leider durfte ich im Tempel nicht fotografieren, doch lasst euch gesagt sein, das was dort warte war eher eine Art Marsmensch auf Goldthron.
Ich möchte keinesfalls diese kunstvolle Skulptur ins Lächerliche ziehen, doch sie ist leider einfach nicht größer als 50cm und steht in ihrer grünen Pracht, bekleidet mit Tuniken passend zur Jahreszeit, hoch oben an der Spitze eines goldenen Altars.

Gemessen an dem, was ich erwartet hatte, schien das Bild doch arg bizarr.

Das komplette Gegenteil findet man schließlich  bei „Wat Pho“.
Das Abbild Buddhas kurz vor dem Erreichen der geistigen Erleuchtung ist nicht einfach nur groß. Es ist riesig und füllt den Tempel beinahe komplett aus. 


Dagegen kann man sich als Menschlein schon ziemlich klein vorkommen, wenn ihr mich fragt.

Eine nette Tradition in diesem Tempel sind die Münztöpfe.
Mit einem Schälchen voller Kleingeld macht man sich auf den Weg, um jedes Töpfchen im Tempel mit einer Münze zu versehen.
Angeblich soll das Glück bringen.
Da ich, anders als meine Hälfte nicht bis zum letzten Topf gekommen bin, sondern mein Becherchen schon vorher gelehrt hatte, fürchte ich, dass das mit dem Glück mal wieder schief gegangen ist....


Auch, wenn ich Bangkok nicht lieben werde, so ist es durchaus eine faszinierende Stadt, die eben doch mehr kann, als glitzern und blinken.
Was da so alles glänzt und funkelt und was alles tatsächlich als "Sehenswürdigkeit" betitelt wird, zeige ich euch in meinem nächsten Post.

Denn ich hatte eine Mission, als ich nach Bangkok fuhr und glaubt mir, sie zu erfüllen war mehr als eine Odysee.

Aber davon erzähle ich euch ein anderes Mal.

Liebe Grüße

 

Mittwoch, 16. Januar 2013

Der Weg ist das Ziel!


Meine Lieben,

nachdem ich heute tatsächlich eine Nachricht bekam, ob ich verschollen sei, melde ich mich hiermit wieder zurück. In der Tat ist mein letzter Post schon fast eine Woche her und es tut mir Leid. Ich wollte euch mitnehmen und zeitnah berichten, doch zuletzt fand ich einfach kein WiFi, keine Ruhe zu schreiben oder war schlicht am Abend so von den Strapazen des Tages erschlagen, dass es wenig brauchte, um mich ins Reich der Träume zu befördern.

Nun sitze ich in einem klapprigen kambodschanischen Reisebus, die Ausläufer des Kardamomgebirges  ziehen am Fenster vorbei und ich verkörpere gerade das perfekte Bild einer „Western Lady“. IPod im Ohr, Laptop auf dem Schoß. Klischee pur.

Ich habe so viel zu erzählen, dass es mir gerade wirklich schwer fällt, mich zu zügeln und nicht alles direkt in einem Post herunter zu rattern.
Mitte letzter Woche haben Hälfte und ich kambodschanischen Boden verlassen und sind nach Thailand aufgebrochen. Bangkok sollte es sein.
Nachdem ich erste hysterische  Momente aufgrund Hälftes Reiseplanung überstanden hatte, fand ich mich damit ab, dass der Trip kein Katzensprung werden würde. Eine Feststellung, die meinem Vater wahrscheinlich gerade erheitertes Kopfschütteln beschert. Ja, ich bin eine geographische Niete. Natürlich liegt Bangkok nicht mal eben um die Ecke von Siem Reap, aber man darf ja wohl noch naiv sein ;)
12 Stunden sollte der Trip alles in allem also dauern und damit „schneller“ werden, als eine gewöhnliche Bustour, die zahlreiche findige Geschäftsleute armen dummen Westlern an allen Ecken aufschwatzen wollen.

Doch, wenn wir nicht Bus gefahren sind, was denn dann?
Tja… Zug natürlich.
So weit, so unspektakulär. Wer ist schließlich nicht schon alles ICE gefahren?
Eben! Kinderspiel!



Ja, in Deutschland vielleicht. In Südostasien heißt Zugfahren eher „töff töff die Eisenbahn kommt.“
Das was sich auf dem Gleis vor mir auftat war nichts Geringeres als eine Dampflokomotive, Waggons ohne nennenswerte Fenster, eine Holzklasse par exelance, Russschwaden, die in regelmäßigen Abständen durch den Waggon waberten und uns alle am Ende wie kleine Aushilfsschonrsteinfeger aussehen ließen..
Alles was zum perfekten Glück fehlt, waren eigentlich nur noch Hühner, die durch die Abteile flatterten. Soweit kam es dann aber doch nicht.


Mal wieder ein Abenteuer und mal wieder war ich im Grunde nicht mal verwundert.
Mit Komfort hatte dieser Trip wahrlich wenig zu tun, aber was will man für 1,60 Dollar auch erwarten.
Ja, ihr habt richtig gelesen, EIN DOLLAR SECHSZIG.
Für gute 500km übrigens.
Das  muss die Deutsche Bahn erst mal nach machen. Von der absoluten Pünktlichkeit ganz zu schweigen.


Mit einem guten Buch (Ken Follett, Fall of Giants.), frischem Obst und einer guten westlichen Coca Cola, verflogen die Stunden ebenso wie die durchaus sehenswerte Landschaft.
Nach so einer einfachen Anreise mutete Bangkok geradezu erschlagend an. Starbucks, MC Donalds, Zara, Mango…. Welcom to….?? Zu was auch immer, jedenfalls nicht Thailand.
Mein erster Gedanke in Bangkok war:“ So stell ich mir New York vor.“ Nur ohne Asiaten versteht sich.
Im Vorfeld sagte man mir, Bangkok kenne nur zwei Möglichkeit, es wird geliebt oder gehasst. Ich will nicht sagen, dass ich es hassen würde, doch nach den die Tagen, die ich dort verbracht habe, weiß ich, dass ich definitiv niemals so eine tiefe Sympathie empfinden werde, wie für London oder gar Sevilla.
Bangkok ist interessant, faszinierend und vor allem anstrengend.
Doch dazu möchte ich morgen erst kommen, sonst wird dieser Post zu lang.

Ich hoffe, euch allen geht es gut und ihr erfriert zu Hause im kalten Deutschland nicht?

Ich schicke euch hiermit eine große Portion Sonne und angenehme 25 Grad und garniere es mit den allerliebsten Grüßen



Donnerstag, 10. Januar 2013

Angkor.....What?

Meine Lieben,

genau das habe ich mich spätestens gegen Ende der Besichtigungstour rund um Angkor auch gefragt.
Bei hoher Luftfeuchtigkeit, tropischen Temperaturen und brennender Sonne sich zusammen mit gefühlt ganz Korea und einigen Einwohnern anderer Staaten durch alte Steinhaufen zu schleppen, ist alles, aber nicht mehr interessant.

Natürlich schreibt gerade die Zynikerin in mir, die Banausin, die Angkor als völlig überbewertete Steinhaufen betitelt, weil es ihr schlicht zu anstrengend wurde, den 50. Tempel auf dünnen steilen Holztreppen zu erklimmen, um schooooon wieder über das Gelände gucken zu können.

In der Fachliteratur wird die Tempelstadt als atemberaubend bezeichnet.
Ich denke, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte zwischen dieser Fachliteratur und der zynischen Banausin.

Ganz gleich, wie das Fazit am Ende aussehen mag, so bin ich doch glücklich darüber, die Möglichkeit gehabt zu haben, diesen besonderen Ort besuchen und mit eigenen Augen sehen zu können.

Ich mag euch gar nicht mit Details und Fakten überfluten, denn ich bin (anders als meine Hälfte übrigens...) kein Mensch, der stundenlang mit Fachbuch durch die Gegend läuft, beneidenswert viel Hintergrundwissen bekommt und alles ganz genau erkennt. Ich schaue mir die Dinge lieber an lasse sie auf mich wirken, sehe sie mir durch die Linse meiner Kamera an und beobachte.
Vielleicht bin ich doch eine Banausin? Ich weiß es nicht!

Deshalb lasse ich heute auch wieder in erster Linie Bilder für euch sprechen:




Diese Reliefs waren schon sehr beeindruckend. Ich muss zwar gestehen, dass mich nur die wirklichen Großen in Angkor Wat letztlich vom Hocker gerissen haben, bedenkt man aber, mit welch einer Präzision diese großen Flächen von Menschenhand bearbeitet wurden, so üben sie doch eine ganz schöne Faszination aus.






Bayon, der große Tempel in Angkor Thom. Auf den ersten Blick ein hingeworfener Steinhaufen, bis sich die feinen, noch erhaltenen Reliefs der Türme zeigen.
 








Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, das Angkor-Klischee-Foto zu schießen. (So wie ganz Korea übrigens auch ;) )

Angkor Wat mit Spiegelung:




In Angkor wurden unter anderem Teile des "Tomb Raider" - Films gedreht. Eine der ersten Szenen spielt zum Beispiel im Ta Prohm, dem Tempel, der von der Natur verschluckt wurde.
Ein ganz besonderes Schauspiel, Natur und Bauwerke halten sich gegenseitig fest und doch bilden sie auch jeweils eine große Gefahr für den anderen.



Und ungefähr soooo sah ich am Ende des "Tempel-Marsches" aus.


 
 In diesem Sinne, werde ich spätestens im Zug nach Bangkok sehr viel Schlaf suchen, um die Akkus wieder aufzuladen.


Müde Grüße



Montag, 7. Januar 2013

Daughters of Cambodia & Mitbringsel für euch

Meine Lieben,

ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich mich freue, wenn ich auf meinen Blog schaue und sehe, dass ihr so gerne an meiner kleinen großen Reise teil haben wollt. Das macht mich wirklich glücklich und ich habe euch so unendlich viel zu erzählen, so viele Gedanken, die ich gerne teilen möchte und doch viel zu wenig Zeit zwischen Busfahrten, Stopps, Besichtigungen, Rundreisen und allem.

Gerade sitze ich in einem Hotel in Siem Reap, der Lebensader der legendären Angkor-Tempel.
Die Tempel und ich werde eine ganz eigene Story für sich, fürchte ich und deshalb verschiebe ich den Post rund um das "8. Weltwunder". Noch liegen 2 Tage der Besichtigung vor mir, wer weiß, was ich am Ende zu berichten habe.

Heute möchte ich euch aber erstmal ein anderes Thema nahe bringen, dass mir sehr am Herzen liegt.
Bei aller Schönheit, Wärme, Sonne und Faszination ist und bleibt Kambodscha ein verdammt armes und nach der Khmer-Rouge-Zeit (dazu am Ende meiner Reise mehr..) ein sehr gebeuteltes Land.

Trotz aller Probleme, trotz der Armut und dem harten Kampf, den viele Khmer (das sind übrigens die Einwohner Kambodschas, falls ihr euch gerade fragt, wovon ich rede.) tag täglich kämpfen müssen, um über die Runden zu kommen, springt mir als Besucherin doch so viel Freude und Herzlichkeit entgegen, dass ich mich schon fast wundern müsste.

Nun, da das Land sich langsam erholt und zu neuer Blüte findet, engagieren sich viele NGOs (Hilfsorganisationen) gerade in sozialen Bereichen, schaffen Arbeitsplätze und Schulen.




Eben solche Projekte sind "Friends" und  "Daughters of Cambodia", die denjenigen eine Chance geben, die eigentlich keine Chance mehr haben. 
 
In den projekteigenen Manufakturen werden unter anderem Produkte hergestellt, die dann zur Unterstützung des Projekts in den Läden in Phnom Penh verkauft werden.
So bekommen Menschen, die es brauchen eine Arbeit und die Organisation schafft es sich zu finanzieren und noch mehr Bedüftigen zu helfen.


 Während "Friends" sich um Straßenkinder kümmert und soziale Projekte unterstützt, ist "Daughters of Cambodia" eine Einrichtung, die ehemaligen Prostituierten eine Chance auf ein Leben abseits der Sex-Industrie bietet und sich aktiv gegen Menschenhandel einsetzt.

Der Boutique in Phnom Penh sind ein Café und ein Spa angeschlossen, in denen ebenfalls Frauen arbeiten, denen das Projekt den Weg aus dem Milieu ermöglicht hat.







Gerade "Daughters" hat mich nachhaltig beeindruckt, da den Frauen nicht nur eine Perspektive heraus aus dem teilweise scheinbar einzigen Ausweg "Prostitution", sondern in erster Linie auch ihr Stolz und ihre Würde zurück gegeben wird.
Alle Frauen, die mir dort begegnet sind, stecken mit ihrer Fröhlichkeit und dem Spaß bei der Arbeit förmlich an und genau aus diesem Grunde, halte ich das Projekt für besonders unterstützenswert und erzähle euch davon.



Ich will euch nicht plump auffordern, will nicht um Unterstützung oder derartiges betteln, aber wenn euch das Projekt interessiert, dann sei euch ein Klick auf die Website der Daughters ans Herz gelegt.
Wer Gefallen an den Produkten der Daughters gefunden hat, schaut vielleicht mal in den Onlineshop und stöbert.

Nachdem ich mich entschieden habe, die klassisches Reisemitbringsel dieses Mal definitiv in diesen Boutiquen und Läden solcher Projekte zu suchen, dachte ich natürlich auch an euch und deshalb mag ich auch euch eine Kleinigkeit aus Phnom Penh und von den Daughters mitbringen.

Ich möchte keine große Verlosung daraus machen und vor allem keine, an der letztlich nur mein Blog profitieren soll.

Getreu dem Motto:"Tue Gutes und rede darüber", möchte ich dieses kleine Mitbringsel an euch verschenken und euch zur Teilnahme lediglich um einen Kommentar unter diesem Post bitten.


Wer gerne ein echtes Unikat aus Kambodscha sein Eigen nennen will und dabei auch noch eine gute Sache unterstützen möchte, hat bis zum 14.0.13 - 23:59Uhr Zeit sein Glück zu versuchen.

Natürlich kann ich  das Armband  erst auf den Weg schicken, sobald ich Ende Januar selbst wieder in Deutschland bin.

Wenn ihr die ganze Sache für unterstützenswert haltet, dann teilt sie, schreibt einen Post, twittert, liked meinen Post auf Facebook oder teilt die Daughters Seite.
Ich mache all das bewusst nicht zur Teilnahmebedingung, sondern stelle euch das frei. Allerdings würde ich mich sehr freuen, wenn ihr der Welt auch von Daughters of Cambodia erzählt.

Mit einem langen Tag in den Knochen und der Aussicht auf einen weiteren langen Tag, werde ich mich hier nun langsam zur Ruhe begeben, schließlich bin ich euch gerade sechs Stunden voraus. Ein bisschen sollte ich mich wohl noch über Bangkok informieren, wo es mich am Donnerstag hin verschlagen wird.

Ich nehme euch auf jeden Fall wieder mit, soviel steht fest.

Liebe Grüße aus Siem Reap





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