Montag, 18. September 2017

[DIY] Goldener Herbst im Wohnzimmer

Wir können es langsam nicht mehr leugnen, der Herbst ist da! Passend zu seinem kalendarischen Beginn, zeigt er sich zwar nicht unbedingt von seiner 
besten Seite, aber was nicht ist, kann ja noch werden...

Solange der goldene Herbst noch auf sich warten lässt, habe ich heute eine kleine DIY-Idee für euch, mit der ihr euch ein wenig herbstlichen Glamour ins heimische Wohnzimmer holen könnt!


Glitzernde Baby-Boo Kürbisse:



Ihr könnt euch wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich endlich herausgefunden habe, dass man die kleinen weißen Kürbisse tatsächlich direkt in meiner Nähe kaufen kann. Lange Zeit kannte ich sie nämlich nur von Pinterest und Co und habe jedes Mal im Supermarkt vergeblich Ausschau gehalten. Doch das Zauberwort lautet "Hofladen"!
Nicht nur, dass die kleinen Schönheiten dort ein ganzes Stückchen günstiger sind, als im Supermarkt, auch die Auswahl ist viel größer. Solltet ihr also auf der Suche nach ihnen sein, lohnt sich ein Besuch beim Hofladen in der Nähe (zusätzlich zu allen anderen Köstlichkeiten, die man dort findet, versteht sich.)



Viel mehr als Kürbisse benötigt ihr für diese Deko-Idee im Grunde auch nicht. 
Bevor ihr ans Werk geht, solltet ihr aber zumindest die mitgebrachte Erde und den Staub entfernen. Ganz wird das zwar nicht funktionieren - die Kürbisse sind und bleiben schließlich ein Naturprodukt,  dennoch sieht es am Ende schon hübscher aus, wenn nicht das gesamte Feld des Bauern von außen anhaftet oder?



Kürzt anschließend die Stiele erst einmal auf eine schöne Länge. Natürlich wachsen sie nicht ästhetisch im optimalen Winkel, aber auf die richtige Länge gekürzt, wird jeder der Kürbisse am Ende zum Hingucker.

Für den nächsten Schritt habe ich mir Acrylfarbe in einen Metallic-Ton zur Hilfe genommen. Ihr könntet auch Klebstoff benutzen, doch mit einer metallischen Farbe schafft ihr gleichzeitig einen schön gleichmäßigen Untergrund.

Pinsel die Kürbis-Stiele also komplett mit Farbe oder Flüssigklebstoff ein und taucht sie in losen Streuglitzer. Dreht die Kürbisse solange im Glitzer, bis die 
Stiele vollständig bedeckt sind.
Anschießend heißt es Abwarten und Tee trinken, bis die Farbe oder der Kleber getrocknet sind.



Gar nicht so schwer oder?
Und doch haben wir gerade mit ein paar wenigen Handgriffen tolle Hingucker für den herbstlichen Tisch gezaubert. 
Was man mit Baby Boos noch anstellen kann, habe ich euch in einem anderen Beitrag schon gezeigt. Habt ihr die blutige Deko-Variante zu Halloween schon gesehen?

Eine weitere herbstliche Dekoidee habe ich in den nächsten Tagen für euch und wünsche euch erst einmal einen guten Start in die neue Woche.



Dienstag, 12. September 2017

[All about the books] Veronika May - Der Duft von Eisblumen

Das Gute an der Urlaubszeit ist ja, dass man im Optimalfall endlich Zeit zum Lesen hat und so habe ich äußerst optimistisch ganze 6 Bücher mit in mein Köfferchen gepackt. Tatsächlich habe ich sogar fünf davon auch beendet, bevor ich die Heimreise antreten musste.

Eines davon, möchte ich euch heute vorstellen....



Veronika May - Der Duft von Eisblumen


Autor: Veronika May
Verlag: Diana Verlag
Seiten: 367
ISBN: 978-3-453-35881-2
Worum geht es?
Frisch getrennt verliert Rebekka im Stau die Nerven und fährt ihrem Vordermann mit purer Absicht mitten auf die Stoßstange. Am Ende steht sie nicht nur vor den Trümmern ihres Lebens, sondern auch vor Gericht und wird prompt zu Sozialstunden abgeleistet. Ihr findiger Anwalt hat aber direkt die zündende Idee und vermittelt Rebekka an seine widerwillige Großmutter. Diese lebt seit Jahren allein auf ihrem riesigen verwunschen Anwesen und ist alles andere als begeistert, als ihr Rebekka vor die Nase gesetzt wird. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und nicht mehr als ihre Dickköpfigkeit gemeinsam zu haben scheinen. Doch dann stößt Rebekka auf ein lang gehütetes Geheimnis und Dorothea begreift, dass sie ihr Herz nicht auf ewig verschließen kann.

Rezension:
Bevor man ein Buch beginnt, macht man sich ja durchaus Gedanken, was man von ihm erwartet. Nachdem ich den Klappentext von "Der Duft von Eisblumen" gelesen habe, fühlte ich mich an ein Buch erinnert, das ich letzten Sommer ebenfalls im Urlaub gelesen habe und das mich sehr überrascht hat. Junge Frau kommt zu scheinbar einsamer alter Dame und es entwickelt sich eine Art Freundschaft. Die Story klang für mich sehr nach "Vintageguide für einsame Herzen", aber falsch gedacht. Bis auf das Grundgerüst der Story haben beide Bücher kaum etwas gemeinsam und letztlich ist das auch gut so. 

Die Geschichte von Rebekka, die von jetzt auf gleich nicht nur ihren Vorzeigeverlobten, sondern direkt auch ihren hart erarbeiteten Traumjob verliert, nimmt uns Leser von der ersten Seite an mit auf eine Reise. Binnen kürzester Zeit konnte ich mich absolut in Becci hineinfühlen und habe regelrecht mit ihr gelitten. Zudem versteht es Veronika May bestens, das geheimnisvolle und gleichzeitig zauberhafte Ambiente der Villa von Katten zum Leben zu erwecken und zu einem Ort zu machen, den ich tatsächlich gerne einmal besuchen möchte.
"Der Durft von Eisblumen" ist ein Buch, das uns auf eine spannende und doch herzerwärmende Reise nimmt. Ein Buch zum Wohlfühlen und Seele baumeln lassen. Ein Buch, das wie gemacht ist, für gemütliche Sonntage und Sonnenstunden im Garten oder auf dem Balkon.
Der Schreibstil von Veronika May ist flüssig und einladend, sie nimmt den Leser mit und lässt uns durch die Seiten fliegen. 

Ob die Story die tiefgreifendste aller Zeiten ist, darüber lässt sich streiten und wie bei so vielen Romanen dieses Genres, ist sie natürlich ein Stück weit auch vorhersehbar. Dem Lesevergnügen tut dies aber keinen Abbruch.


Fazit:
Ein wunderbar unterhaltsamer Sommerroman, dem ich Liebhabern leichter und erheiternder Lovestories nur wärmstens empfehlen kann. Zwar hat die Story ein paar Schwächen und ist hin und wieder vorhersehbar, dennoch hat mich das Buch als Urlaubslektüre auf seine Art begeistert.
Deshalb möchte ich insgesamt auch 4 von 5 Sternen für "Der Durft von Eisblumen" von Veronika May vergeben.



Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account "All_about_the_books" ans Herz gelegt.
Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können!   

Montag, 4. September 2017

[All about the books] Tamara Mataya - Manche Tage muss man einfach zuckern

Manchmal bin ich ein Verpackungsopfer, das gebe ich zu!
Und manchmal trifft mich diese Schwäche auch in Sachen Bücher und deren Cover.
Ein solches Buch, dessen Optik mich und meinen momentanen hang zum Thema "Lettering" total angesprochen hat, möchte ich euch heute vorstellen...


Tamara Mataya - Manche Tage muss man einfach zuckern: 



Autor: Tamara Mataya
Verlag: Heyne
Seiten: 352
ISBN: 978-3-453-42169-1


Worum geht es?
Obwohl Sarah Dauersingle ist, hat sie den Glauben an die Liebe noch nicht verloren. Mit der festen Überzeugung, ihren Mister Right online auf der Internetseite "Missed Connections" zu finden, durchforstet sie täglich die zahllosen Anzeigen derjenigen, die ihren Traumpartner bereits auf New Yorks Straßen entdeckt haben, aber zu mutlos waren, um ihn oder sie anzusprechen.
Während Sarahs große Liebe noch auf sich warten lässt, beginnt sie eine Affäre mit Womanizer Jack und stürzt sich in ein Abenteuer aus Unverbindlichkeit. Doch plötzlich taucht ein anonymer Verehrer auf "Missed Connections" auf....



Rezension:
Neben der wirklich schönen Aufmachung spricht das Buch von Tamara Mataya auf jeden Fall mit seiner Story alle Freunde von lockeren und herzerwärmenden Liebesgeschichten an. Das Cover ist ungewöhnlich und definitiv ein Hingucker.Allerdings folgt auch direkt das Aber....
Grundsätzlich hat mit die Story von Sarah und Jack sehr gut gefallen und die Idee war wirklich zuckersüß. Tamara Mataya schreibt locker und flüssig, so dass es uns Lesern leicht fällt, durch die Seiten zu fliegen.
Leider leider geht der Geschichte aber recht schnell die Puste aus und es wird alles sehr sehr absehbar. Dauersingle Sarah findet sich plötzlich zwischen zwei vermeindlichen Traummännern wieder, kämpft gleichzeitig gegen Windmühlen in ihrem neuen Job und weint sich bei ihrem schwulen (Klischee!!!) Freund aus, dessen Bruder zufällig eine ziemlich ansehnliche Partie ist.
Nichts gegen leichte Lovestories, aber so oder so ähnlich haben wir die Geschichte wohl alle schon einmal gelesen.
Trotzdem möchte ich keine Rezension schreiben, die vor "Aber" strotzt und das Buch in einem schlechten Licht darstellt, denn gefallen hat es mir im Großen und Ganzen schon. 
Tamara Mataya versteht es, das gewisse Prickeln in die Story einzubauen, ohne direkt vulgär zu werden, wie manch andere Vertreterin des Genres, die auch auf dem Buchrücken zitiert wird. Ein dickes Plus in meinen Augen, da ich mich mit solchen Büchern gerne mal etwas schwer tue und die Leselust verliere.
Freunde des Erotik-Genres werden wahrscheinlich gelangweilt sein, aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.


Fazit:
Der Ausgang der Story lässt sich nach einigen wenigen kapiteln vorhersehen, trotzdem unterhält das Buch und ist eine perfekte Sommerlektüre oder ein Buch für Zwischendurch. Auch wenn ihm auf der Strecke die Puste ausgeht, hat es mir recht gut gefallen, weshalb ich 3 von 5 Sternen vergeben möchte.



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Sonntag, 20. August 2017

[All about the books] Cathy Bramley - Fliedersommer

Da bin ich wieder!
Lange genug hat es gedauert und wenn ich auf das Datmun des letzten Beitrages hier auf diesem Blog schaue, dann erschrecke ich mich selbst.
Fast zwei Monate ist es nun her....

Aber ihr wisst ja wie das Leben so spiel. Nehmen wir die Pause, als Sommerpause, kreative Schaffenspause, Sendepause oder was auch immer.
Egal, wie man sie letztlich bezeichnet, ich bin froh, dass sie nun erst einmal vorüber ist. Denn ich habe nicht nur meine Zeit, sondern auch die Lust am Bloggen wiedergefunden. 
Zwei wesentlich Faktoren für regelmäßige Beiträge, oder nicht? ;-)

Untätig war ich in den letzten Wochen tatsächlich aber nicht, denn ich habe trotz viel Arbeit und vielen neuen Erfahrungen fleißig gelesen und sogar ein wenig kretaive Energien walten lassen. 
Was dabei rausgekommen ist, verrate ich euch aber in einem anderen Beitrag. Heute soll es erst einmal um ein Buch gehen, dass mich nach meinem Sommerurlaub trotz des fiesen unsommerlichen Wetters noch ein wenig in Stimmung gehalten hat....



Cathy Bramley -Fliedersommer:



Autor: Cathy Bramley
Verlag: Heyne
Seiten: 447
ISBN: 978-3-453-42207-0
Worum geht es?
Wickham Hall, die ehrwürdigen Gemäuer, die Holly schon seit ihrer Kindheit fasziniert haben. Ein Traum wird wahr, als ihr ausgerechnet dort eine Stelle angeboten wird. Ob rauschende Feste, edle Hochzeiten oder traditionelles Weihnachten. Organisationstalent Holly hat ihren Traumjob gefunden. Wäre da nur nicht Ben, der Hollys Herz vom ersten Moment an hat höher schlagen lassen. Je näher Holly den smarten Erben an sich heran lässte, desto mehr Geheimnisse scheinen sich zu lüften. Denn auch Hollys Geschichte ist bereits untrennbar mit Wickham Hall verbunden...
Rezension:
Ich gestehe, das Buch hat meine Neugierde tatsächlich wegen seines Covers geweckt. Aber auch die Story an sich klang perfekt für Wohlfühlmomente und Lesegenuss. Holly Swift ist ein Mädchen wie du und ich mit einem Hang zum Planen und Organisieren, Ben hingegen ein kreativer Chaot, der den Moment lebt und von Plänen nichts wissen will. Eine interessante Mischung, keine Frage.
Anfang war ich dennoch ein wenig skeptisch, in welche Richtung die Geschichte zwischen Ben und Holly laufen würde und habe bereits befürchtet, dass "Fliedersommer" letztlich doch noch in ein anderes Genre abdriften könnte.
Meine Sorge war unbegründet, denn das Buch von Cathy Bramley ist so zauberhaft wie sein Cover. Von den ersten Zeilen umfängt den Leser eine Watte aus Wohligkeit und das Gefühl selbst Teil von Wickham Hall zu werden. Phantasievoll beschreibt Bramley das herrliche Anwesen und gibt jedem der Charaktere sein ganz bestimmte Note und seinen ganz individuellen Charme. 
Sie entführt uns Leser und lässt sie so schnell nicht wieder gehen. Holly nimmt uns mit auf ihre Reise und ist wahrscheinlich eine der sympathischten Protagonistinnen, die ich jemals "kennenlernen" durfte. Dennoch möchte ich trotz allem Wohlgefühl ein "ABER" folgen lassen.
"Fliedersommer" ist fast ein wenig zu leicht und zauberhaft. Scheinbare Konflikte, Spannungsbögen, Probleme, die das Buch haben sollte, verpuffen und rosaroten kleinen Wölkchen. Egal was passiert, früher oder später lösen sich alle Sorgen auf und Holly ist happy. Seien es Probleme im Rahmen der einzelnen Events auf Wickham Hall oder Zwischenmenschliches. Selbst alles, was rund um die Liebesgeschichte von Holly und Ben geschieht, ist im Ergebnis schlicht zu einfach, um halbwegs realistisch zu sein. Nicht, dass ich Holly ihr Glück nicht gönnen würde, doch letztlich leben auch solche Bücher eben von ein wenig Drama. Cathy Bramley erzählt uns im Grunde zwei Familiengeschichten, die ihre Abgründe haben und in denen das Schicksal eine entscheidende Rolle spielt. Von diesem Schicksal bleiben wir Leser aber leider weitestgehend verschont. 
Ein bisschen mehr Drama und eine Prise Tragik hätten "Fliedersommer" sicherlich gut zu Gesicht gestanden.

Dem Lesevergnügen als solchem tut es aber keinen Abbruch, sofern man nicht etwas gänzlich anderes erwartet hat.



Fazit:
Mein Wunsch einen zauberhaften Sommerroman zu lesen, der leicht und locker daher kommt, wurde erfüllt. "Fliedersommer" entführt uns Leser in blühende englische Landschaften und sorgt für wohliges Lesevergnügen. Wer Tiefe und etwas Drama sucht, der könnte sich langweilen. Wer allerdings einen heiteren Urlaubsroman lesen möchte, dem kann ich "Fliedersommer" guten Gewissens ans Herz legen.

Aufgrund vereinzelter Oberflächlichkeit bekommt das Buch von Cathy Bramley von mir daher 3 von 5 Sternen.




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Dienstag, 27. Juni 2017

[All about the books] Kristina Günak - Wer weiß schon wie man Liebe schreibt

Es ist mal wieder Zeit für eine neue Rezension, findet ihr nicht?
Bevor die Rezi-Flut meiner Urlaubslektüren beginnt, möchte ich heute erst einmal mit euch über ein Buch sprechen, das ich zuletzt während meiner stressigen Prüfungsphase gelesen habe und das der perfekte Begleiter in diesem "Ausnahmezustand war.




Kristina Günak - Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Autor: Kristina Günak 
Verlag: LYX
Seiten: 270
ISBN: 978-3-7363-0465-9


Worum geht es?
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah liegt? Nach einem Abstecher ins glamouröse München, kehrt Bea auf der Suche nach ihrem beruflichen Glück zurück ins heimatliche Braunschweig. Bei einem kleinen Verlag für schnulzige Liebesromane findet sie schließlich alles, was sie gesucht hat. Doch das Glück hält nicht lange, es droht die Pleite und Bea bangt nicht nur um ihre berufliche Zukunft. Ausgerechnet Tim Bergman, seines Zeichens "bad boy" der Literaturszene soll die Pleite abwenden und mit seinem neusten Roman den Verlag retten. Um die Werbetrommel kräftig zu rühren, muss Bea in den sauren Apfel beißen und mit dem pöbelnden Rüpel-Autor auf Lesereise durch die Provinz ziehen. 



Rezension:
Unverhofft kommt oft, könnte das Motto im Hinblick auf dieses Buch von Kristina Günak sein, denn eigentlich hatte ich es gar nicht auf dem Zettel. Letztlich erinnerte mich der Klappentext auch sehr an das Buch "Sahnehäubchen" des Autoren-Duos "Anne Hertz". Neugierig war ich dennoch, denn gegen lockere und leichte Unterhaltung und ein bisschen Gefühl ist ja nichts einzuwenden. 
Zunächst besticht "wer weiß schon wie man Liebe schreibt" durch sein Cover, das schlicht und doch ansprechend gestaltet ist und auf eine eigene Weise als "schön" bezeichnet werden kann. Relativ eigen ist auch die Aufmachung innerhalb des Buches, da nahezu jedes Kapitel mit einer völlig leeren Seite endet, die einen Abschnitt zum nächsten Kapitel bilden soll. Ob dieser "Kunstgriff" dem Buch nun zuträglich ist, ist fraglich. Für mich wirkte es eher so, als wolle man künstlich Seiten "füllen" und das Buch verdicken. Mit Verzicht auf diese "Zusatzseiten" wäre "Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" mit Sicherheit um knapp 50 Seiten kürzer gewesen. Die Kapitellänge oder besser ihre Kürze hingegen ist durchaus angenehm, gerade wenn man das Buch von Kristina Günak so wie ich, als Bahnlektüre in kurzen Abschnitten lesen möchte.

Insgesamt ist die Geschichte zwischen Bea und Tim relativ vorhersehbar, was sie allerdings nicht langweilig macht. Zwar verzichtet Kristina Günak weitestgehend auf spannende Wendungen, Krisen und Dramen, was dem Lesevergnügen in der Summe aber keinen Abbruch tut. 
"Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" ist ein fluffiger Wohlfühlroman, den man (mit der entsprechenden Lesezeit) sicherlich locker in einem Zug auf dem sonntäglichen Sofa verschlingen kann. Tiefen Anspruch kann man bei einem Titel dieses Genres natürlich nicht verlangen, trotzdem kratzt das Buch zumindest ansatzweise an der Oberfläche. Gerade im Hinblick auf die Lebensgeschichte der Protagonisten verlässt "Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" die Komfortzone des Schnulzen-Romans. 
Wobei ich das Buch nicht einmal als klassische Schnulze bezeichnen würde, denn eine solche Bezeichnung würde ihm nicht gerecht werden.
Die Parallele zu "Sahnehäubchen" ist leider aber auch nicht von der Hand zu weisen, dennoch möchte ich Vergleiche zwischen den Büchern natürlich vermeiden. Auch würde es den positiven Eindruck schmälern, den Kristina Günak bei mir hinterlassen hat. Das Rad neu zu erfinden, kann manchmal ja durchaus ganz schön hart sein.

Fazit:
Für den Moment hat mich "Wer weiß schon wie man Liebe schreibt" sehr gut unterhalten. Wer also auf der Suche nach einem lockeren Sommerroman ist, der macht mit dem Buch von Kristina Günak definitiv nichts falsch.
Besonders tiefgreifend und vielsagend ist die Story zwar nicht, aber sie ist kurzweilig und macht Spaß. Insgesamt gebe ich daher 4 von 5 Sternen.



Allen, die gerne regelmäßiger Buchtipps und kurze Rezensionen lesen wollen, sei mein Instagram-Account "All_about_the_books" ans Herz gelegt.
Ich freue mich, euch als neue Follower begrüßen zu können! 





 
 *Vielen Dank an den LYX-Verlag für dieses Rezensionsexemplar     
 

Donnerstag, 15. Juni 2017

[Projekt SuB-Abbau] Zwei Fehlgriffe

Eines der großen Projekte, mit denen ich in das neue Lesejahr 2017 gestartet bin, war der Abbau meines SuB, also des Stapels der ungelesenen Bücher, die noch unschuldig in meinem Bücherregal stehen. 
Nach gut der Hälfte des Jahres muss ich ein durchwachsenen Fazit ziehen, denn wirklich abgebaut habe ich nur wenig. Neuzugänge und gelesene Bücher nullen sich derzeit konsequent. 





Von zwei Büchern, die ich 2017 begonnen habe, denen ich leider aber nicht viel abgewinnen konnte, möchte ich euch heute erzählen.
Das Wort "Fehlgriff" ist ein hartes Wort, für mich waren sie es aber leider....







Rachel Harris - Und er steht doch auf dich





Autor: Rachel Harris
Verlag: ctb
Seiten: 396
ISBN: 978-3-570-31015-1



Worum geht es?
Aly ist ein nettes Mädchen, aber eben eines der Sorte unscheinbar. Schnell bekommt sie den Stempel "guter Kumpel", den ich einfach nicht mehr los wird. Ihre Mission: Kumpel-Image loswerden.
Ganz besonders, weil sie in Justin, den heißesten Typen der Schule verknallt ist. Eine Verwandlung muss her, denn für Aly gibt es nur ein wahres Date für den Abschlussball.  
Operation Sex-Apeal erfordert von Aly nicht nur ein Umstyling, sondern weitaus mehr. So muss ihr bester Freund Brandon herhalten und ihr eine Alibi-Beziehung verschaffen und tatsächlich beginnt Justin sich für Aly zu interessieren.
Doch ist es wirklich der heiße Mädchenschwarm, den Aly will? Ist Brandon nicht längst mehr als ein guter Freund?




Rezension:
Es ist kein Geheimnis, dass ich mich mit diesem Genre schwer tue. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich einfach nicht (mehr) zur Zielgruppe gehöre, aber leider konnte ich dem Buch von Rachel Harris rein gar nichts abgewinnen.
Die Protagonistin Aly ist süß und eigentlich ja auch ein tolles Mädchen, dennoch sträubt sich beim Plot der Story einfach alles in mir.
Sich verbiegen und komplett verwandeln, nur um jemandem zu gefallen?
Das soll die Botschaft eines (Jugend-)Romans sein?
Den besten Freund "benutzen", um für jemand anderen interessant zu sein?

Kopfschütteln war eines meiner regelmäßigen Reaktionen, während ich das Buch las und ich bin ganz ehrlich, es Lesegenuss war es nicht für mich.
Ich möchte aber dennoch nicht zu hart mit dem Titel ins Gericht gehen, denn ich kann mir vorstellen, dass auch er seine Fans hat.
Wohlmöglich würde ich eine andere Rezension schreiben, wäre ich ein Freund des Genres. Leider bin ich dies aber absolut nicht. 
Die grundsätzliche Idee von "Und der steht doch auf dich" ist keine schlechte, die Umsetzung in vielerlei Hinsicht aber fragwürdig. 
Sind solche Botschaften an junge Mädchen wirklich das Richtige?
Andererseits zeigt Rachel Harris ihren Lesern am Ende auf, dass es eben nicht darum geht, jemanden zu beindrucken und sich zu verbiegen, um andere für sich zu gewinnen.
Wer uns wirklich mag, der mag uns wie wir sind und nicht wie wir versuchen zu sein.
Abgesehen von der Story und der etwas fragwürdigen Botschaft möchte ich aber nichts schlechtes über das Buch sagen. Das Cover ist niedlich und auch der Schreibstil angenehm gewählt.

Fazit: 
Wer das Gerne mag, wird auch "Und er steht doch auf dich" von Rachel Harris wahrscheinlich mögen. Mich konnte das Buch insgesamt leider nicht überzeugen und bekommt daher von mir auch nur 2 von 5 Sternen.




 S.C. Stephens - Thoughtful 


Autor: S.C. Stephens
Verlag: Goldmann
Seiten: 701
ISBN: 978-3-442-48361-7
 

Worum geht es?
Die Bühne ist sein Zuhause, die ihn seine dunkle Vergangenheit vergessen lässt. Mit seiner Gitarre in der Hand spürt Kellan Kyle, dass er noch am Leben ist. Ein Leben, dass bestimmt ist von Musik, seiner Band und willigen Groupies, die nur zu gerne heiße One-Night-Stands mit dem gefeierten Star verbringen. Doch plötzlich stellt eine Frau Kellans Leben völlig auf den Kopf. Süß, smart und sexy tritt Kiera in seine Welt und berührt etwas in Kellan, dass seine sorgsam aufgebauten Mauern bröckeln lässt. Er will sie, doch Kiera ist mit seinem besten Freund Denny zusammen und ohnehin würde sie seine Gefühle doch niemals erwidern...oder doch?


Rezension:
Thoughtful ist nun also der vierte Teil der Reihe und tritt als Nachfolger von "Thoughtless", "Careless" und "Effortless" natürlich ein schweres Erbe an. Noch dazu ist es keine neue Geschichte, sondern im Grunde genommen die Geschichte des ersten Teils (Thoughtless) nur eben aus der Sicht des heißen Superstars Kellan.
Grundsätzlich ist diese Spiegelung der Sicht nicht die schlechteste Idee, aber eben auch ein gefährlicher Zug, der nach Hinten losgehen kann.
Ich muss gestehen, dass ich nur "Thoughtless" gelesen habe und leider nicht wirklich überzeugt war. "Thoughtful" wollte ich aber dennoch eine Chance geben, denn eine neue Perspektive kann ja manchmal durchaus Wunder bewirken.
Leider hat sich an meiner Meinung auch durch den vierten Band nicht viel geändert. Im Gegenteil, denn durch die Wiederholung der Ereignisse wirkt das Buch langatmig. Ein Umstand, der bei knapp 700 Seiten nicht unbedingt zu einem Lesegenuss führt.
Letztlich erhält der Leser nur wenige wirklich neue Einblicke und Thoughtful fühlt sich ein wenig an wie das Re-Read von "Thoughtless".

Fazit:
Wer die Reihe noch nicht kennt und mit "Thoughtful" startet, der wird sicher auf seine Kosten kommen können. Gerade, wer das Genre mag und solche Geschichten verschlingt, wird Spaß an dem Buch von S.C. Stephens haben. Insbesondere kann ich das Buch denjenigen ans Herz legen, die gerne einmal eine solche Story aus der Sicht des Mannes lesen möchten. Eine Seltenheit, keine Frage!
Wer die Vorgänger gelesen hat, wird sich aber wahrscheinlich langweilen und keine große Begeisterung verspüren.
Da ich zur letzteren Kategorie gehöre, kann ich "Thoughtful" auch leider nur 2 von 5 Sternen geben.








* Vielen Dank an den Goldmann-Verlag und den ctb-Verlag für diese Rezensionsexemplare

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